6 Min. Lesezeit · Stand: Juni 2026

Drainage am Haus: Wann sie nötig ist und was sie kostet

Wasser sucht sich seinen Weg – im Zweifel durch Ihre Kellerwand oder unter Ihre Pflasterfläche. Wenn sich nach Regen dauerhaft Pfützen bilden, Rasenflächen nicht abtrocknen oder Feuchtigkeit im Keller auftritt, ist häufig stauendes Wasser im Boden die Ursache. Eine fachgerecht geplante Drainage führt dieses Wasser kontrolliert ab.

Als Tiefbaubetrieb verlegen wir Drainagen rund um Gebäude und auf Grundstücken in der gesamten Region Hannover. Hier erklären wir, wann eine Drainage sinnvoll ist – und wann nicht – sowie die typischen Kosten.

Wann ist eine Drainage sinnvoll?

Eine Drainage ist kein Allheilmittel, aber in bestimmten Situationen die richtige Lösung:

  • Bindiger Boden (Lehm, Ton), der Niederschlag schlecht versickern lässt – in unserer Region rund um Wunstorf und das Steinhuder Meer häufig anzutreffen.
  • Hanglagen, bei denen Schichtenwasser Richtung Gebäude drückt, z.B. am Deister.
  • Staunässe unter Pflasterflächen und Einfahrten, die zu Frostschäden und Absackungen führt.
  • Dauerhaft feuchte Rasen- und Gartenflächen, die nicht bewirtschaftbar sind.
  • Feuchte Kelleraußenwände – hier in Kombination mit einer Prüfung der Abdichtung.

Diese Drainage-Systeme gibt es

Je nach Problem kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz – oft auch kombiniert:

  • Ringdrainage: Drainagerohre rund um das Gebäude entlang der Fundamentsohle, eingebettet in Kies mit Filtervlies – der Klassiker bei drückendem Wasser an Kellerwänden (Planungsgrundlage ist die DIN 4095).
  • Flächendrainage: Drainstränge im Raster unter Rasen-, Beet- oder Pflasterflächen, die Staunässe großflächig abführen.
  • Sickerschacht / Rigole: Nimmt das gesammelte Wasser auf und lässt es kontrolliert im Untergrund versickern – sinnvoll, wenn kein Kanalanschluss für Drainagewasser zulässig ist.
  • Versickerungsmulden: Offene, bepflanzte Mulden als naturnahe und kostengünstige Lösung für Regenwasser.
Unverbindliche Kostenrichtwerte
MaßnahmeRichtwert
Drainagerohr verlegen (inkl. Aushub, Kies, Vlies)ca. 30–100 €/lfm
Ringdrainage Einfamilienhaus (komplett)ca. 3.000–10.000 €
Sickerschacht / Rigoleca. 1.500–5.000 €
Versickerungsmuldeab ca. 500 €

Wovon hängen die Kosten ab?

Die Spannen sind groß, weil der Aufwand stark variiert: Entscheidend sind die Grabentiefe (eine Ringdrainage liegt auf Höhe der Fundamentsohle – beim unterkellerten Haus also 2,5 m und tiefer), die Bodenklasse, die Zugänglichkeit mit Maschinen und die Frage, wohin das Wasser abgeleitet werden darf. Muss zusätzlich die Kellerabdichtung erneuert werden, während die Baugrube ohnehin offen ist, ist das der wirtschaftlich beste Zeitpunkt.

Wichtig zu wissen: Drainagewasser darf in den meisten Kommunen nicht einfach in den Schmutzwasserkanal eingeleitet werden. Ob Anschluss an den Regenwasserkanal, Rigole oder Mulde – wir klären die zulässige Lösung mit der zuständigen Behörde und bauen sie gleich mit.

Drainage und Pflasterfläche: zusammen denken

Der häufigste Fehler, den wir bei Sanierungen sehen: Eine neue Einfahrt wird auf einen Untergrund gebaut, der Wasser staut. Die Folge sind Frosthebungen und Absackungen nach wenigen Jahren. Deshalb prüfen wir bei jeder Pflaster- und Wegebaumaßnahme die Wasserführung gleich mit – von der Tragschicht über das Gefälle bis zur Rinne oder Versickerung. Wer Drainage und Belag in einem Zug baut, spart doppelte Erdarbeiten und damit bares Geld.

Häufige Fragen

Was kostet eine Drainage um ein Einfamilienhaus?

Eine komplette Ringdrainage um ein Einfamilienhaus kostet als Richtwert zwischen 3.000 und 10.000 Euro – abhängig von Grabentiefe, Boden, Zugänglichkeit und der Ableitung des Wassers. Nach einer Besichtigung erhalten Sie ein verbindliches Angebot.

Hilft eine Drainage gegen feuchte Kellerwände?

Wenn stauendes Wasser von außen drückt: ja. Eine Drainage ersetzt aber keine defekte Abdichtung – deshalb prüfen wir bei offener Baugrube immer beides und empfehlen die wirtschaftlich sinnvollste Kombination.

Wohin darf Drainagewasser abgeleitet werden?

In der Regel nicht in den Schmutzwasserkanal. Zulässig sind je nach Kommune der Regenwasserkanal, eine Rigole oder Versickerungsmulde auf dem eigenen Grundstück. Wir klären die genehmigungsfähige Lösung mit der Behörde.

Kann man eine Drainage nachträglich verlegen?

Ja. Rund ums Gebäude erfordert das einen Aushub bis zur Fundamentsohle, auf Garten- und Hofflächen genügen deutlich flachere Gräben. Mit Maschinen ist auch die Nachrüstung im Bestand gut machbar.

Konkretes Projekt geplant?

Richtwerte ersetzen keine Besichtigung: Wir schauen uns Ihre Fläche an und erstellen ein kostenloses, unverbindliches Festpreis-Angebot – Antwort innerhalb von 24 Stunden.

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